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Nikotinkaugummis und -pflaster: Können sie süchtig machen?


Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Von einer Abhängigkeit in die nächste? Das muss man eher nicht befürchten, wenn man im Zuge eines Rauchstopps auf Nikotinersatzprodukte wie Kaugummis und Pflaster umsteigt. 

Michaela Goecke von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) schätzt das Suchtpotenzial von Nikotinersatzprodukten als gering ein. «Nikotin hat zwar ein hohes Abhängigkeitspotenzial. Das gilt aber vor allem dann, wenn man es über Tabakrauch aufnimmt, also inhaliert», erklärt die Leiterin der Abteilung Themenspezifische gesundheitliche Aufklärung. 

Es kommt weniger Nikotin im Gehirn an 

Nikotinersatzprodukte wie Pflaster und Kaugummis geben dem Körper zwar auch Nikotin - aber auch eine andere Art und Weise. «Die Aufnahme erfolgt über die Haut beziehungsweise die Schleimhäute», sagt Goecke.  

Während beim Inhalieren von Nikotin die sogenannte Anflutung im Gehirn sehr hoch und intensiv ausfällt, ist sie bei der Aufnahme über Nikotinersatzprodukte deutlich schwächer - das senkt das Suchtpotenzial. 

Es gibt noch einen Grund für das geringe Suchtpotenzial: Das Verwenden von Nikotinersatzprodukten bringt - anders als die Zigarette - keinen Genuss. «Nikotinkaugummis oder -lutschlabletten schmecken bitter. Und so ein Pflaster hat überhaupt keinen Genusseffekt.»

Wichtig zu wissen: Nikotinersatz ist keine Dauertherapie. Nach drei, spätestens sechs Monaten sollte Schluss sein, so die BZgA-Expertin. 


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(30.05.2024)


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