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Wann von oralen Antidiabetika auf Insulin umstellen?

Etwa fünf Prozent der Typ 2-Diabetiker müssen jährlich auf eine Insulintherapie umgestellt werden. Was sind die Indikationen, welches Vorgehen empfiehlt sich?

Zusammengefaßt lassen sich folgende Indikationen für einen Wechsel auf die Insulintherapie bei Typ 2-Diabetes definieren:

    • Sekundärversagen der oralen Antidiabetika,
    • sich spät manifestierender Typ 1-Diabetes,
    • kataboler Zustand,
    • ausgeprägte Insulinresistenz,
    • akute Erkrankungen (z.B. Infektionen, vaskuläre Ereignisse),
    • schmerzhafte diabetische Neuropathie, Kortikoidtherapie mit Entgleisung der
      diabetischen Stoffwechsellage,
    • Gestationsdiabetes.

Nach Möglichkeit sollte mit einer "bedtime"-Injektion (nach 22 Uhr) von Depotinsulin begonnen werden, die eventuell tagsüber mit oralen Antidiabetika ergänzt wird. Als Depotinsulin eignet sich am besten ein NPH-lnsulin, da dieses seine Wirkung vor allem in den frühen Morgenstunden entfaltet. Die Initialdosis sollte etwa 10 bis 12 Einheiten betragen. Die Einmalgabe von Insulin ist deswegen günstig, weil die Gewichtszunahme weniger stark ausfällt, als wenn mit mehrfachen Insulininjektionen begonnen wird.