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Dass sich beim Diabetiker neben zahlreichen anderen Folgeerkrankungen häufig auch Nierenschäden bis hin zum Nierenversagen einstellen, ist in Fachkreisen weithin bekannt. Aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge erweist sich Diabetes jedoch als häufigste Ursache aller Nierenschäden. Bei bis zu 30 Prozent der rund 50000 Dialysepatienten in Deutschland führte Diabetes zu Nierenversagen. Aufgrund der langwierigen Entstehung von Nierenschäden über Jahrzehnte hinweg, sind Typ-1 Diabetiker, bei welchen der Diabetes bereits in jungen Jahren auftritt oder angeboren ist, besonders betroffen, weil die Belastung der Nieren schon sehr früh einsetzt. Währenddessen sind Diabetiker vom Typ-2, der sogenannte Altersdiabetes, meist nur bei Auftreten der Krankheit im mittleren Alter gefährdet. Die steigende allgemeine Lebenserwartung bewirkt jedoch, dass Menschen mit Altersdiabetes immer häufiger Nierenschäden erleiden, weil eine längere Lebensspanne auch die Belastung verlängert.

Die Ursache aller Diabetes-Folgeerkrankungen sind die überhöhten Glucose-Werte im Blut. Hierdurch verstopfen vermehrt Blutgefäße teilweise oder komplett. Als Folge davon der ist Blutdruck ständig erhöht, um die Blutversorgung weiterhin konstant aufrecht zu erhalten.

Besonders betroffen von diesen Effekten sind die Nieren, da zum einen deren Blutfiltersystem ohnehin aus haarfeinen Gefäßen aufgebaut ist und deren Filterfunktion zusätzlich durch den überhöhten Blutdruck erschwert wird. Hier entsteht ein Teufelskreis sich gegenseitig fördernder Krankheitsbilder. Denn auch bei Nicht-Diabetikern können Nierenschäden zu überhöhtem Blutdruck und somit zu Begleiterscheinungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Neben der verzögerten Entstehung ist die häufige Unkenntnis des eigenen Diabetes oder dessen Spätfolgen erschwerend bei Früherkennung und Behandlung. Frühe Tests sind somit entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung: Sobald die Nierenfunktion durch entstandene Schäden beeinträchtigt ist gelangen bestimmte Bluteiweiße in den Urin und sind schon in geringer Konzentration nachweisbar. Da diese Werte keinen temporären Schwankungen zugrunde liegen sind vierteljährliche Kontrollen zur möglichen Indikation ausreichend.